Monate: März 2019

Ja, wir sind Zwillinge!

Ja, wir sind Zwillinge! Hä? Warum machst du dir nicht auch einen Zopf wie deine Schwester? Hä? Warum hat sie nicht auch ein Kind? Hä? Warum studiert ihr nicht an der gleichen Uni? Häääää? Verstehe ich nicht ! MUSST DU AUCH NICHT! Wir kennen die verschiedensten Fragen bezüglich des Zwillingsdaseins. Und wir beantworten sie auch gerne. Aber bei manchen Fragen, ja bei manchen Fragen ziehen wir gerne das unbeliebte aber bequeme „DARUM“. Nicht weil wir unhöflich sind und nicht antworten wollen. Nein. Manchmal liegt es entweder daran, dass die Frage so absurd ist, dass wir sie garnicht verstehen, unser Gegenüber vor dem Fragen das Denken vergessen hat, oder….. ganz einfach, weil man uns verletzen will. Fragen beantworten, dass machen wir fast immer und das machen wir auch gerne. Manchmal würden wir uns einfach wünschen, dass man uns mehr als zwei eigenständige Individuen wahrnimmt und weniger als ein biologisches Phänomen. Zwillinge- Fluch oder Segen? Ja, wir sind Zwillinge. Wir hatten nicht die Wahl und wir wurden auch nicht gefragt. Niemand hat uns nach unserer Meinung gefragt. …

Über Uns

Wir sind Lara (26), Nina(26) und Lea(4). Wir sind Zwillinge mit Kind. Hört sich komisch an, ist aber so. Lea ist die leibliche Tochter von Nina und somit Laras Nichte. Seitdem wir von Lea wissen, sind wir ein Team. Wir wohnen zusammen und „erziehen“ zusammen. Kurz- wir sind Eltern für Lea. Als Zwillingsschwestern klappt das genauso gut wie auch bei Vater-Mutter. Sehr gut sogar. Von Anfang an bekamen wir zu spüren, dass man unserer Art Familie zu leben eben nicht offen gegenüber tritt. Dies nahmen wir zum Anlass, mit unserem Familienmodell nach Außen zu treten und uns stark zu machen. Laut zu werden und für jede andere Form der Familie zu kämpfen. So entstand dann auch unser Hashtag #wirwerdenlaut . Neben dem Elternsein studieren wir beide Soziale Arbeit. Während Lara sich schon in wenigen Wochen „Sozialpädagogin“ nennen darf, hat Nina noch einen etwas längeren Weg vor sich. Durch Leas doch eher dramatische Geburt und vielen Krankenhausaufenthalten, lag die Priorität erst einmal woanders. Weil uns durch Leas Start ins Leben schnell bewusst wurde, wie wichtig für …